Besser werden2019-04-11T12:49:47+02:00

Besser werden

Sie wollen Ihr Spiel auf das nächste Level heben? Sie wollen Ihren Mitspielern einen Schritt vorraus sein?

Unser Pokerexperte (erfolgreicher Hobbyspieler seit 10+ Jahren) hat Ihnen eine Sammlung von Strategieartikeln (NL Texas Holdem) zusammengestellt, von denen Sie jetzt profitieren können. Die gleichen Konzepte sind auch beim Live Poker anwendbar.

Die Beiträge sind von Anfänger bis Fortgeschrittener geordnet. Fangen Sie also oben an, wenn sie erst mit dem Pokern begonnen haben.

Pokerjargon2019-03-19T12:47:39+02:00

Im Poker gibt es viele Begriffe um Situationen, Spielverhalten oder Gegner zu beschreiben. In unseren Artikeln werden viele davon verwendet.

Auf Wikipedia finden Sie die wichtigsten.

Pokerbegriffe auf Wikipedia
Pokersoftware richtig konfigurieren2020-08-25T16:05:32+02:00

Je mehr Tischen Sie spielen, desto wichtiger ist es Ihre Pokersoftware richtig zu konfigurieren. Sie hilft Ihnen, schneller die richtige Betsize zu finden, oder das Spiel allgemein übersichtlicher zu machen. Es lohnt sich in die Einstellungen Ihrer Pokersoftware zu gehen und zu schauen, was sich alles machen lässt.

Wir benutzen als Beispiel Pokerstars:

4 Farben Deck einstellen

Durch das 4 Farbendeck werden Flushdraws und Flushes schneller sichtbar.

Betslider konfigurieren (Preflop und Postflop)

Indem Sie in Ihrem Betslider Betgrössen definieren, verbringen Sie weniger Zeit damit die richtige Betgrösse festlegen zu müssen.

Hotkeys festlegen

Mit Hotkeys lassen sich bestimmte Aktionen schneller ausführen. Aus 2 Klicks wird einer!

Unnütze Animationen ausschalten

Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche beim Poker. Es braucht keine Werbebanner oder Animationen am Tisch. Im Beispiel wurden Spielerbilder, und unnütze Banner ausgeschaltet.

 

Sich auf eine Pokervariante spezialiseren2019-03-19T12:48:18+02:00

Gepokert wird in vielen verschiedenen Varianten. Es gibt z.B. Sit n Gos, MTTs (Turniere), Heads Up Sit n Gos und Cashgames. Die Pokerregeln sind meistens gleich, aber jede Variante hat dabei ihre Eigenheiten. Profitabel lässt sich jede dieser Varianten spielen.

Um den maximalen Gewinn heraus zu holen, sollte man sich auf maximal zwei Pokervarianten spezialisieren. Besser auf eine einzige, denn man möchte nicht 2 Sachen mittelmässig machen, lieber eine Sache gut!

Finden Sie heraus welche dieser Varianten Ihnen am besten liegt und wo Sie am meisten Spass haben! Es lohnt sich auf kleinen Limits (!!) mal jede Pokervariante Ihres Pokerraums zu testen.

Bankrollmanagement2020-08-25T15:59:15+02:00

Wer das Pokern etwas ernster angehen will kommt nicht um ein gutes Bankrollmanagement herum. Auch wenn Sie gut spielen, gibt es immer wieder Durststrecken, wo es einfach nicht „läuft“ und man einige Buy Ins verliert (mehr dazu im Artikel „Varianz verstehen lernen“).

Daher sollten Sie sich das Geld, das Sie zum Spielen haben gut einteilen, oder gegebenfalls ein Limit absteigen um sich wieder von einem schlechten Lauf erholen zu können.

Hier finden Sie ein paar Richtwerte wieviele Buy-Ins Sie pro gespieltes Limit haben sollten. Fallen Sie unter diese Anzahl empfehlen wir Ihnen auf ein tieferes Limit abzusteigen.

Pokervariante aggressiv (riskiofreudiger) normal (empfohlen)
NL Holdem 15 Buy-Ins 30 Buy-Ins
Sit n Gos 30 Buy-Ins 50 Buy-Ins
MTTs (Turniere) 50 Buy-Ins 100 Buy-Ins
Pot Limit Omaha 40 Buy-Ins 80 Buy-Ins

Beispiel:

Wer also NL50 (0.25/0.50 CHF) Cashgame spielt sollte also mindestens eine Bankroll von 750 CHF haben. Spielt er sich auf 1500 CHF hoch, kann er auf NL100 aufsteigen.

Wer 3.00 CHF Buy-In Turniere spielt sollte mindestens eine Bankroll von 150 CHF haben.

Im Pot Limit Omaha ist die Varianz grösser, daher sollte man mehr Buy-Ins zur Verfügung haben um das Risiko zu verringern.

Position am Tisch erkennen und ausnutzen2020-08-25T16:08:02+02:00

Im Poker ist es sehr wichtig auf Ihre Position zu achten und in welcher Position die Gegner zu Ihnen sitzen. Sie bestimmt welche Hände Sie Preflop raisen (mehr dazu im Artikel „Starting Hands Chart“).

Zuerst schauen wir uns mal die verschiedenen Positionen und ihre Namen an.

Je später Ihre Position Postflop ist, desto besser. Die beste Position ist also der BTN (Button, oder auch Dealer genannt). So sehen Sie die Aktionen aller Spieler in Ihrer Hand und können als letzter agieren. Sie haben z.B. die Möglichkeit mit einer starken Hand auf eine Bet zu reraisen, oder mit einer schlechten Hand zu folden. Oder wenn es keine Action gibt eine Freecard zu nehmen (checken), oder zu bluffen.

Preflop Starting Hands Chart – Welche Hände spiele ich, welche besser nicht?2019-03-30T14:48:52+02:00

Hier finden Sie Handranges, die sich profitabel vor dem Flop Openraisen lassen. Zu Openlimpen (also nur zu callen, wenn niemand in die Hand eingestiegen ist) ist keine gute Idee, da Sie schon Ihre Handstärke preisgeben können. Also wird jede markierte Hand generell geopenraist, wenn kein Spieler vorher geraist hat.

Die stärkesten Hände sind links oben, bis hin zur den schwächeren Händen (unten links und rechts). Die beste Hand ist somit AA.

Hände die bei einem Openraise eines Spieler gefoldet werden sind blau eingefärbt.

Die Hände mit denen wir auf ein Openraise 3betten sind rot eingefärbt, die Hände mit denen wir ein Openraise callen können sind grün eingefärbt.

Dies ist lediglich eine Empfehlung für Anfänger. Je mehr Erfahrung Sie haben, desto mehr können Sie sich Ihren Spielern anpassen und Ihre eigenen Handrages kreieren.

EP

MP

CO

BTN

SB

Aus den Blinds spielen

In den Blinds ist es umso wichtiger die Position des Gegners zu beachten. Generell wollen wir nicht zu viele Hände callen, nur die stärksten.

Raist ein Spieler aus EP folden wir hier auch die meisten Hände. Raist ein Spieler aber aus dem BTN, dann können wir einige mehr Hände defenden (callen, oder 3betten).

Mit der Zeit werden Sie mehr und mehr ein Gefühl dafür bekommen, wann Sie eine Hand defenden, oder folden.

Stellen Sie sich vor Ihr Gegner spielt auch nach dem oben aufgeführten Starting Hands Chart, das sollte Ihnen Indizien über seine Handstärke geben.

Calling und 3Betting Range erweitern

Generell kann man sagen, je später ein Spieler openraist (Position beachten), desto eher callen wir oder 3 betten wir mit einer mittelstarken Hand. Oder wenn Sie sehen, dass ein Spieler allgemein sehr viele Hände openraist. Dann hat er natürlich auch einige schlechtere Hände, womit Sie z.B. mit KQs einen profitablen Call haben.

Sie nehmen also die besten Hände die Sie sonst nicht 3betten/callen würden in Ihre 3-Betting/Calling Range.

Pokerstrategy Equilab benutzen

Mit dem kostenlosen Tool Equilab von pokerstrategy.de lassen sich bequem Preflop Handranges kreieren und speichern. Sehr gut für erfahrene Spieler.

Equilab (gratis)

Auszug von pokerstrategy.de:

Das PokerStrategy.com Equilab kann die Bandbreite an Händen, die ein Gegner in einer spezifischen Situation wahrscheinlich halten wird, analysieren und dich dann mit Werten zur Equity versorgen, anhand derer du die Profitabilität einzelner Spielsituationen abwägen kannst.

Gegner markieren und Notizen machen2019-03-26T14:39:38+02:00

Nahezu jede Pokersoftware gibt Ihnen die Möglichkeit Spieler einzufärben und sich Notizen zu Gegnern zu machen. Ein guter Spieler lernt seine Gegner am Tisch besser kennen um seine Strategie besser anzupassen. Je mehr Tische Sie gleichzeitig spielen, umso wichtiger wird es Gegnertypen zu kategorisieren (durch einfärben) und wichtige Merkmale der Gegner in Notizen festzuhalten. Dies kann Ihnen auch bei zukünftigen Sessions gegen die gleichen Spieler enorm helfen!

Um einen Spieler zu markieren, oder sich Notizen zu machen klickt man meist mit Rechtsklick auf das gegnerische Avatar.

Beispiel Pokerstars

Sinvolle Kategorien für Spieler sind zum Beispiel:

Tigther Spieler – spielt wenige ausgelesene Hände, ist schwieriger von ihm Geld zu extrahieren. Reraises und grosse Bets dieses Spielers sind meist ernst zu nehmen. Blindsteals sind gegen diesen Spielertyp recht profitabel.

Looser Spieler, aggressiv – Ein Spieler der viele Hände spielt und auch gerne mal Bluffraises macht, oder auch Draws aggressiv spielt.

Looser Spieler, passiv – Ein Spieler der viele Hände spielt, aber eher passivere Lines wählt. Also mit Flushdraws oder auch starken Händen eher Check-Call spielt.

Maniac – Ein Spieler, der sehr unberechenbar ist und emotional oder einfach überaggressiv spielt. Er überbewertet viele Hände und möchte andere Spieler unter Druck setzen.

Regular/ solider Spieler – Ein Spieler, den Sie häufig an den Tischen sehen und der mehrere Tische gleichzeitig auf einem soliden Niveau spielt. Meiden Sie diese Spieler an Ihren Tischen eher.

Varianz verstehen lernen – Man kann nicht immer gewinnen2020-08-25T16:03:02+02:00

Obwohl Poker ein Geschicklichkeitsspiel ist, ist der Glücksfaktor immernoch sehr gross. Selbst wenn Sie der beste Spieler am Tisch sind, ist das noch lange keine Garantie um zu gewinnen.

Der Glücksfaktor wird natürlich sehr deutlich wenn es All In geht bevor alle Karten aufgedeckt werden und Sie mit einer 90% Gewinnchance trotzdem verlieren. Aber es gibt noch andere Faktoren wie z. B. Cooler (Sie laufen mit KK vs AA), oder bekommen einfach keine gute Hand in einem Turnier in einer wichtigen Phase, z.B. Bubble oder Final Table (Carddead sein).

Beispiel:

Wir haben 20 mal eine 60%-Chance zu gewinnen. Wir gewinnen von diesen 20 mal aber nur 9 mal und verlieren 11 mal. Die Warscheinlichkeit, dass das passiert ist durchaus realistisch und wird Ihnen sicher einige male passieren.

Spielen wir dieses Szenario aber statt 20 mal 100’000 mal durch so ist die Warscheinlichkeit, dass wir Geld verlieren fast gleich 0.

Der einzige Weg um der Varianz im Poker zu trotzen ist es also sie durch ein hohes Spielvolumen auszugleichen. Dies setzt natürlich vorraus, dass Sie auch gutes Poker spielen!!! Denn wenn Sie eine negative Gewinnrate haben wird der Verlust durch ein höheres Spielvolumen natürlich nur grösser.

Merksatz: Je mehr Sie gegen schwächere Spieler spielen, desto höher ist die Warscheinlichkeit zu gewinnen.

Varianzkalkulator

Es gibt im Internet mehrere Webseiten, die Varianzkalkulatoren anbieten. Diese simulieren Ihnen verschiedene Spieler mit der gleichen (!) Gewinnrate und zeigen Ihnen die jeweiligen Szenarien der Spieler in einem Diagramm auf. Spielen Sie ruhig einmal mit so einem Kalkulator herum und erhöhen Sie die gespielten Hände um die Unterschiede zu sehen („number of hands to simulate“ erhöhen).

Eine Gewinnrate im Poker wird in Big Blinds / 100 gespielte Hände angegeben. Also z.B. 2.5BB/100h.

Übliche Gewinnraten von guten Pokerspielern liegen zwischen 2-15BB/100h.

Varianzkalkulator (englisch)
Die 10 häufigsten Fehler, die Pokerspieler machen2019-03-27T16:04:48+02:00
  1. Zu viele Tische gleichzeitig spielen
  2. Sich nicht ans Bankrollmanagement halten, oder kein Bankrollmanagment benutzen
  3. Keine Notizen zu Gegnern machen und Gegner einfärben
  4. Keine gute Tableselection (Es muss immer min. 1 schwächeren Spieler am Tisch haben)
  5. Kleinere Beträge beim Setzen nicht ernst nehmen
  6. Zu viele Shots riskieren (höhere Spiele spielen, als das Bankrollmanagement zulässt)
  7. Ohne Stop-Loss spielen (manchmal ist es besser für den Tag aufzuhören)
  8. TV schauen oder Webseiten nebenher offen haben (Ablenkung)
  9. Ihre Pokerhände nicht revue passieren lassen (Analyse)
  10. Nicht genug Pausen einlegen (wichtig: immer genug Trinken)
Pokercommunity beitreten – Zusammen lernt man besser2019-03-21T12:38:55+02:00

Sie sind sich unsicher ob Sie eine Hand richtig gespielt haben? Sie haben Fragen rund um das Pokerspiel? Oder Sie wollen Gleichgesinnte finden um Ihr Pokerspiel zusammen zu verbessern?

pokerstrategy.de

Seit 2005 ist Pokerstrategy die grösste deutschsprachige Community was Poker angeht. Es gibt viele Strategieartikel zu allen möglichen Pokervarianten und eine grosse Community, die sich im Forum übers Pokern (und anderen Dingen) austauscht.

2+2 (englisch)

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